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Dienstag, 10. Dezember 2013

National Museum of Korea

Unser zweiter Museumsbesuch brachte uns ins National Museum of Korea. Dieses besteht aus 3 Stockwerken und der Eintritt ist frei. Ihr findet das Museum bei der U-Bahn-Station Inchon Station, Linie 4, Exit 2.


Im Erdgeschoss ist die Geschichte Koreas zu finden, aufgeteilt in die verschiedenen Zeitalter und präsentiert mit vielen Überbleibseln der damaligen Zeiten. Wer also ein bisschen was über die Geschichte dieses Landes erfahren will, sollte sich den Besuch des Museums nicht entgehen lassen.



Das zweite Stockwerk ist geprägt von Privatsammlungen, welche ich persönlich nicht allzu interessant fand. Außerdem ist dort noch eine Ausstellung über Buddhismus zu finden, die schon interessanter ist.

Im dritten Stock ist eine Ausstellung zu verschiedenen asiatischen Ländern zu finden. Diese haben wir aber nicht mehr besucht, da die Zeit etwas knapp war und wir noch etwas anderes vor hatten.


Samstag, 7. Dezember 2013

Trickeye Museum

An einem der Tage, an dem meine Mama hier war, sind wir zum Trickeye Museum gegangen. Museen lohnen sich natürlich besonders an kalten und verregneten Tagen und da es auch hier im November eher herbstlich/winterlich ist, bot es sich an den Nachmittag dort zu verbringen.


Das Trickeye Museum bietet Kunstwerke im 3D-Stil, die viel Spaß mit sich bringen, da man sich dort interaktiv austoben und Fotos machen kann.
Wie die Fotos aussehen können wird auf kleinen Abbildungen neben den jeweiligen Bilder beispielhaft präsentiert.


Wir hatten viel Spaß dort und auch die Fotos können sich sehen lassen.


Das Trickeye Museum befindet sich in Hongdae, ganz in der Nähe der Hongik University (Hongik Station, Linie 2) nur zwei U-Bahn-Stationen von der EWHA entfernt. Mit einem Eintrittspreis von 15,000 KRW ist es nicht ganz günstig, aber zusätzlich kann man auch ins Ice-Museum. Wir waren dort allerdings nicht, da wir nicht warm genug gekleidet waren.

Sicherlich habt ihr auch meine Schreibfaulheit schon bemerkt. Das liegt nicht wirklich daran, dass ich zu faul wäre, sondern daran, dass ich mich gerade mitten in der Prüfungsphase zu meinen Final Exams befinde. Das heißt bis auf kleine Pausen, die ich mir gönne bin ich täglich am lernen um alles gut zu überstehen. "Religion and Culture in modern Korea" hab ich letzten Montag sogar schon hinter mich gebracht, somit stehen jetzt noch die zwei koreanisch Prüfungen an. Dennoch hab ich noch ein paar Posts vorbereitet, damit es hier nicht allzu langweilig wird. Schließlich hab ich in den letzten Wochen schon noch ein paar neue Dinge entdeckt ;)

Jogyesa Temple



Schon vor zwei Wochen war meine Mama zu Besuch in Seoul. In dieser einen Woche haben wir uns natürlich so einiges angeschaut. Neben Palästen stand unter anderem ein buddhistischer Tempel auf dem Plan und zwar der Jogyesa Temple. Dieser ist leicht zu finden, gleich bei Insa-dong um die Ecke und bietet unter anderem auch Temple Stays an (den haben wir aber nicht mitgemacht).


Wer ein paar mehr Informationen zu diesem wirklich schönen Tempel haben möchte, schaut sich einfach mal diese Seite an.


Wir haben uns lediglich auf dem Gelände umgesehen und ein wenig fotografiert. Die Main Hall des Tempels wird von vielen Bewohnern Seouls zum beten genutzt und somit ist dort auch fotografieren verboten. Wir wollten die Buddhisten auch nicht stören und haben uns somit dagegen entschieden selbst mal reinzugehen. Dennoch sind die Gebäude von außen schon wunderschön bemalt und es gibt einiges zu entdecken.


Sonntag, 24. November 2013

erste Methodisten Kirche in Korea

Nach unserem Ausflug nach So-rim-sa bot unser Prof. an mit allen Interessierten noch weiterzuziehen und ihnen eine besondere Kirche zu zeigen. 8 Studentinnen und ich (jaja, ich kleiner Streber :D) waren interessiert daran und so ging es für uns zur ersten (methodisten) Kirche in Korea.


Diese ist gleich bei Cityhall und dem dort gelegenen Palast Deoksogung zu finden. Folgt einfach der Mauer links neben dem Palast-Eingang und ihr lauft direkt auf diese Kirche zu.

Warum gerade diese Kirche so etwas besonderes ist? Genau hier hat das Zeitalter der Modernisierung für Korea begonnen (Info von unserem Professor!).

Kurz nach unserer Ankunft bot uns ein netter Koreaner an uns ein bisschen was zu dieser Kirche zu erzählen. Wir gingen also rein und bekamen gesagt, dass die Frauen sich auf die rechte, die Männer sich auf die linke, Seite setzen sollen.


Es handelt sich also, wie auch oben schon geschrieben, um die erste Kirche in Korea. Diese Kirche ist eine methodistische Kirche. (Was genau Methodisten sind, schaut ihr besser mal im Lexikon nach, so wie ich es auch getan hab ;) )
Im Innenraum der Kirche befindet sich hinter dem Altar eine Orgel und unter dieser ist ein kleiner Raum im Keller, der mit ca. 3 erwachsenen Männern voll ist. Über diesen Raum wird (oder wurde) mittels Kurbeln Luft in die Orgel gepumpt, damit der schick gekleidete Orgelspieler sein Bestes geben konnte. Genau in diesem kleinen Raum wurden die Papiere für die Demokratisierung Koreas erarbeitet, was auch die Wichtigkeit dieser Kirche in der koreanischen Geschichte erklärt.
Anfangs war die Kirche noch geteilt durch einen blickdichten Vorhang, der Männer von Frauen trennte. Deswgen auch die Sitzaufteilung unserer Gruppe. Männer saßen links, Frauen rechts (mit Blick auf den Altar). Mit der Modernisierung Koreas, wurde die strikte Geschlechtertrennung und auch die Kluft zwischen Arm und Reich aufgehoben und jeder Mensch galt (und gilt) als gleich.


Durch diese Kirche wurde zudem eine Boys-School ins Leben gerufen, welche heute in ein Museum umgewandelt wurde. Zudem ist sie auch Gründer der ersten Schule für Mädchen (ob Middle- oder Highschool weiß ich leider nicht mehr genau). Das Museum, das Appenzeller gewidmet ist, hat sich unsere kleine Freiwilligengruppe auch nicht entgehen gelassen und das obwohl unser Prof. schon weg war.

Darüber werde ich jetzt allerdings nicht mehr viel erzählen, sondern nur noch ein paar Bilder zeigen :)




Natürlich auch wieder interaktiv. Ohne Techniks gehts einfach nicht ;)




So-rim-sa



Bei So-rim-sa handelt es sich um einen buddhistischen Tempel, den ich mit meiner Klasse von "Religion and Culture in modern Korea" am letzten Samstag besucht habe. Besonders toll daran fand ich, dass unser Prof. ein Treffen mit einer MönchIN, dort leben insgesamt 6 weibliche Mönche, organisiert hat. Sie war super lieb und hat uns alles zum Tempel und zum Buddhismus erklärt und jegliche weitere Fragen die uns auf der Seele lagen beantwortet.


Ihren Namen werde ich natürlich nicht preisgeben und auch ein Bild auf der sie klar erkennbar ist, werde ich nicht veröffentlichen. Was ich aber verraten kann ist, dass sie 46 Jahre alt ist, mit 20 Jahren Buddhistin wurde und schon mit 22 Jahren in den Tempel wechselte. Alle Mönchinnen in diesem Tempel scheren sich die Haare um sich von allem weltlichen Begehren loszusagen (Haare und vor allem lange Haare stehen in Verbindung mit Schönheit).


Sie zeigte uns auch wie buddhistische Mönche beten, meditieren und Buddha danken (der KEIN Gott ist, sondern nur der Geber der Weisheit, welche durch jede Person selbst erreicht werden muss). Dazu zeigte sie uns verschiedene Gegenstände, die von den Tempel-Bewohnerinnen genutzt werden und erklärte uns wofür die verschiedenen Wandgestaltungen etc. im Main-Temple stehen. Außerdem hat sie sich extra für uns ihre Meditations-Kleidung angezogen, damit wir das Ganze ganz stilecht sehen können.

Vor den Buddha-Statuen stehen Geschenke und Spenden, wie Mandarinen, Kuchen oder Wasser. Diese Statuen sind nur symbolisch zu betrachten für die Weisheit, die Buddha den Menschen brachte, und sollen nicht dazu dienen ihn als Gott anzubeten.

In diesem Tempel ist der mediation buddhism zu finden, was bedeutet, dass sich Anhänger dieser Form des Buddhismus auf die Erreichung der vollkommenen Weisheit durch Meditation konzentrieren und weniger auf das Studieren der buddhistischen Schirften, wie es im doctrinal buddhism üblich ist. Sie erzählte uns, dass der Großteil ihres Tages aus meditieren besteht, insgesamt 8 Stunden pro Tag verbringt sie in Meditation.


In einem weiteren Teil des Tempels, der in Stein gehauen ist (und im Jahr 2000 renoviert wurde) gab es für uns noch selbstgemachte Ricecakes, Äpfel und grünen Tee. Dort saßen wir in gemütlicher Runde und konnten Fragen stellen. Dort erfuhren wir unter anderem, dass die Mönchinnen ausschließlich von Spenden leben und keinerlei Einkommen haben. "All that comes, goes", so beschrieb sie uns ihren Umgang mit Geld. Nichts wird behalten, sondern sofort ausgegeben.



Mittwoch, 13. November 2013

Seoul Lantern Festival 2013

Gestern Abend hab ich mich zusammen mit zwei Freundinnen nochmal raus in die Kälte gewagt....ja, auch in Seoul ist es kalt. Unser weg führte uns zum Cheonggyecheon-Fluss, von dem ich euch ja schonmal erzählt hatte. Das ist der kleine Fluss inmitten von Seoul, der künstlich angelegt und mit Wasser aus dem Hangang gespeist wird. Genau auf diesem kleinen Fluss findet seit ein paar Tagen das Seoul Lantern Festival 2013 statt, welches noch bis zum 17.11.2013 zu sehen ist.

Wie sich das bei einem Laternenfestival gehört, ist natürlich alles beleuchtet, jedoch nicht mit einfachen Laternen, sondern mit vielen bunten, einfallsreichen Figuren, die den Fluss schmücken. Neben Korea und seiner Geschichte werden auch Laternen von anderen Ländern gezeigt, unter anderem zu sehen sind China und die Philippinen.

Wir sind von der falschen Seite rein, haben somit das wundervolle, regenbogenfarbige Schild (s.o.) erst am Ende unserer Tour gesehen. Das hat aber der guten Stimmung über die schönen Laternen keinen Abbruch getan.



Das Festival scheint an allen Tagen sehr gut besucht zu sein. Eine Freundin hat mir erzählt, dass am Samstag sogar so viel los war, dass man in der Masse nicht mal dazu kam Fotos von den Laternen zu machen. Wir hatten mit unserer Entscheidung Mittwochs zu gehen somit wirklich Glück, denn es waren zwar einige Leute da, aber nicht so viele, dass man in der Masse untergegangen wäre.
Natürlich wollten alle Fotos vom beleuchteten Flüsschen machen und oft rannte mir jemand ins Bild, während ich gerade fotografierte, aber damit muss man sich in Seoul eh schnell abfinden.


 Die Laternen waren ganz unterschiedlich, wie man auf den Bildern auch gut erkennen kann. Bei dem eigentlichen Anfang des Festivals sind die Laternen dem Motto "koreanische Geschichte" zugeordnet und durchlaufen mit ihren Motiven die einzelnen Dynastien und kulturtypische Darstellungen, wie die Schule des Konfuzianismus, welcher noch heute den Habitus der Koreaner prägt. Erst danach reihen sich die Laternen der anderen Länder ein. Zu jedem Motiv gibt es eine Tafel, auf der die jeweilige Laterne beschrieben ist. So lernt man auch noch einiges über die Geschichte Südkoreas dazu.

Alles in allem ist das Festival wirklich empfehlenswert und sogar sehr romantisch, was sich an den vielen Pärchen beweisen lässt, die hier den Großteil der Besucher ausmachten ;) 



Dienstag, 29. Oktober 2013

Haneul Park

Am 19. Oktober gönnte ich mir mit ein paar Freundinnen eine kleine Auszeit vom lernen. Wir wollten zum Haneul Park (übersetzt heißt das soviel wie Himmels-Park), um mal wieder raus in die Natur zu kommen. Um zu diesem Park zu gelangen mussten wir einfach am World Cup Stadium aussteigen, welches für die WM in Südkorea extra erbaut wurde.


Ein paar hundert Meter von da aus steht man schon in einem kleinen Park mit Teich und Blumenfeldern. Doch das war nicht der besagte Park. Dieser liegt ein paar Meter weiter oben auf einem Berg.


Wir genossen den Tag lieber unten, da uns die Treppe schon abschreckte. Gute Entscheidung, so konnte ich gemütlich auf einer Bank, eingedeckt mit Kaffee und Süßkram, meine Vokabeln lernen, die ich so gut wie immer dabei hab. Und da ich kurz vor den Zwischenprüfungen stand, war die Entscheidung in der Ruhe des Parks zu lernen die Beste die ich hätte machen können.


Auf dem Rückweg entdeckten wir, dass direkt beim Stadion ein kleines kulturelles Fest veranstaltet wurde, bei dem Stoffe, traditionelle Kleidung, alte Spiele und ein Ochsenkarren zu sehen waren. Aber auch Essen gab es sehr viel an Straßenständen direkt zubereitet. Und da auch Tische, Kartons und Decken verteilt waren, beschlossen wir gleich dort zu Abend zu essen :)





Mittwoch, 16. Oktober 2013

Seoul Zoo

Letzten Sonntag ging es für mich, als kleine Ablenkung zum Lernstress, mit zwei Freundinnen in den Zoo von Seoul. Von der EWHA aus muss man zwar eine 45-minütige U-Bahn-Fahrt (inkl. 2x Umsteigen) auf sich nehmen, aber wenn man erst einmal angekommen ist, ist diese schnell vergessen.

Kaum aus der U-Bahn-Station raus, erfreuten wir uns an den vielen Bäumen und Wiesen und einfach Natur. Davon sieht man in Seoul eher weniger, aber ich glaube das hab ich schon einmal erwähnt.

Es gibt 3 Möglichkeiten um von der Station zum Zoo zu kommen:
1. zu Fuß gehen - Der Weg ist nicht gerade kurz, aber um ein bisschen Zeit zwischen Bäumen zu verbringen lohnt er wirklich.
2. Bimmelbahn - Hier wird die Bimmelbahn einfach als "Train" bezeichnet, doch es handelt sich dabei nicht um einen Zug, sondern um eine Bimmelbahn, wie sie in Deutschland bezeichnet wird. Die Fahrt kostet 1000 KRW (ca. 70 Cent beim derzeitigen Wechselkurs) und dauert etwa 3 Minuten.
3. Sessellift - Dieser fährt einmal über den Zoo, so könnt ihr die Affengehege von oben betrachten. Die Kosten belaufen sich für eine Fahrt auf 5000 KRW (ca. 3,50 Euro).


Wir haben uns auf dem Hinweg für die Bimmelbahn entschieden und obwohl wirklich viele Familien mit Kindern unterwegs waren, war diese keinesfalls überfüllt. Wir kamen somit ziemlich stressfrei zum Haupteingang des Zoos. Nachdem wir dort unsere Eintrittskarten für 3000 KRW (ca. 2 Euro) gekauft hatten, strömten wir mit der Masse auf das Gelände um die Tiere zu betrachten.


Der Zoo von Seoul soll, laut diversen Reiseführern, der einzige asiatische Zoo sein, bei dem sich ein Besuch lohnt. Die Standarts für die Tierhaltung und -versorgung wurden vor Jahren zum besseren verändert. Bei manchen Gehegen und Käfigen merkt man leider noch immer, wie der Zoo davor aussah und wie es zu dieser Zeit um die armen Tiere bestimmt war. Dennoch macht der Zoo einen gut durchdachten, sauberen und tierfreundlichen Eindruck.



Viele Familien nutzen den Seoul Zoo als Park-Ersatz, sitzen am Rand und picknicken oder genießen einfach die Ruhe in mitten der Metropole.


Wir machten natürlich den komplette Rundgang und erfreuten uns über die zum Teil wirklich lustige Übersetzung der Tiernamen ins Koreanische, denn zum Teil kann ich diese lesen ohne die Vokabel vorher gelernt zu haben ;) Auf dem Schild unten steht auf Koreanisch beispielsweise: Gämsebog
Es gibt eine Vielfalt an Tierarten, ein Schlangenhaus, viele Außengehege und einen großen Kletterturm für die Affen.






Leider waren wir an dem Tag etwas spät, weshalb wir die Elefanten nur noch ganz kurz sahen (die sehen übrigens tatsächlich ganz anders aus als afrikanische Elefanten, irgendwie ein wenig unförmiger^^) und die Nashörner gar nicht mehr. Auch die Kamele hatten sich schon entschieden in ihr Schlafgemach zu verschwinden.


Aber dennoch war es ein schöner Tag im Grünen. Der erste Tag an dem wir feststellten, dass es auch hier herbstlich wird und sich die Blätter der Bäume verfärben. In Sinchon wurden die Bäume der einen Allee nämlich einfach komplett gefällt, weshalt wir das hier leider gar nicht so mitbekommen. Aber natürlich sinkt auch hier die Temperatur stetig ;)