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Samstag, 14. September 2013

Party in Gangnam Area

Ja, Gangnam sagt sicher jedem etwas, dank Psy mit seinem Hit "Gangnam Style" im letzten Jahr. Psy kam nämlich ursprünglich genau aus diesem Teil von Seoul.
Da Gangnam bekannt ist für eine gute Partyszene, haben auch wir uns entschieden am Donnerstag Abend dort feiern zu gehen. Über Facebook am Montag schnell einen kleinen Aufruf gestartet, standen am Donnerstag Abend fast 30 Exchanges vor dem International House und waren ausgehbereit.


Von der EWHA Station fährt man ausschließlich mit der U-Bahn-Linie 2 bis nach Gangnam (gleichnamige Haltestellte), das dauert fast 40 - 50 Minuten, aber ist recht angenehm da man nicht umsteigen muss. Dort angekommen nahmen wir Ausgang 12 (ja, hier ist es sehr wichtig auf die richigen U-Bahn-Ausgänge zu achten) und gingen erstmal in eine Bar namens "Pandora". Dort bezahlten Frauen 10,000 und Männer 20,000 KRW Eintritt und konnten dafür den ganzen Abend umsonst trinken (und nicht nur Bier, sondern auch Wein und Cocktails und Longdrinks). Wir stürmten also mit ca. 30 Auslandsstudenten den Laden und überforderten mit den ganzen Bestellungen erstmal die Barkeeper.
Gegen 2 Uhr wechselten wir dann in den "Club Octagon". Dieser war zwar nicht weit, aber da es in Strömen regnet (wie die letzten Tage auch schon), fuhren wir mit dem Taxi bis dahin. Dort angekommen tanzten wir bis in die frühen Morgenstunden zu Techno und House.


Zurück ging es mit dem Taxi, da ab 1 Uhr in Seoul keine U-Bahn mehr fährt. Wir fuhren zwar ziemlich lange, aber bei einem Preis von ca. 10,000 KRW, ca. 7 Euro, kamen wir unschlagbar günstig davon. Das Taxi teilten wir uns zudem mit 4 Leuten, also kann man sich denken, dass wir günstiger nicht hätten nach Hause fahren können.

Fazit des Abends:
Gangnam Area hatte ich mir vorher immer ein wenig spektakulärer vorgestellt, aber so ist das, wenn irgendetwas durch die Medien gehypet wird, Danke dafür Psy. "Club Octagon" ist sehr zu empfehlen, da die Stimmung dort wirklich gut ist und jeder Tänzer und nicht-Tänzer auf seine Kosten kommt. Die Preise sind auch dort typische Disko-Preise und sehr auf Ausländer ausgelegt, nehmt also genug Geld mit, wenn ihr dort etwas trinken wollt. 

Samstag, 31. August 2013

Auslandsstudenten willkommen in Seoul

Freitags machten meine Roommate und ich uns erstmal auf die Suche nach einem Supermarkt um noch ein paar Kleinigkeiten zu besorgen, wie Waschmittel, einen Schwamm, eine Tasse und Besteck etc. Waschmittel zu kaufen stellt sich hier als recht schwierig raus. Ich habe im Endeffekt Persil Tabs gekauft, die mich ca. 17 Euro gekostet haben. Aber das war mir recht, denn dabei wusste ich dass es Waschmittel ist und nicht wie bei meinem ersten Versuch Weichspüler oder bei meinem zweiten Versuch Zeug um die Wohnung zu putzen (hab ich zum Glück beides noch vor dem Kauf rausgefunden). Der Rest ist dafür recht günstig und so hab ich für Besteck, Tasse, Tee, 1,5 l Limo, 1 l Wasser und ein Notizheft weniger als 6 Euro ausgegeben.

Abends war ich zusammen mit meiner Roommate essen, diesmal gab es Chicken Teryaki (sah auf dem Bild besser aus, als es schmeckte). Danach gab es eine weitere Willkommensparty für Austauschstudenten, jedoch aller Unis in Seoul. Da fast alle Unis direkt in der Nähe der EWHA liegen, fand die Party in einem Club in der Nähe statt, den wir zu Fuß innerhalb von 15 Minuten erreicht haben. Die Schlange war allerdings so lang als wir ankamen, dass wir uns beim Anblick überlegten einfach dort in eine Bar zu gehen. Mithilfe einer Buddy, die wir zufällig auf der Straße getroffen haben, fanden wir eine Bar, die am Ende sogar unsere Musikwünsche erfüllte. Alle Wände waren tapeziert mit Fotos der Gäste, die jemals dort waren und so kamen auch wir in den Genuss ein Gruppenfoto zu machen, welches dort verewigt wird.


Wir hatten uns den Plan gesteckt, dass wir gegen 24 Uhr nochmal versuchen zur Willkommensparty zu gehen, da dann sicherlich weniger los sein würde. Als wir dort ankamen sagten uns viele Bekannte, dass wir bloß nicht reingehen sollen, weil es sooooo voll sei und man fast 30 Minuten auf sein Getränk warten müsse. Als entschieden wir uns erstmal dafür zwischen der Masse auf der Straße zu bleiben. Als das zu langweilig wurde suchten wir uns eine neue Bar in der ich mein erstes koreanisches Bier trank. Es war sogar unerwartet lecker.


Nach einem Bierchen gesellten wir uns dann aber doch wieder zu der Masse auf der Straße und ließen den Abend dort ausklingen.

Mal sehen wo es uns heute so hinverschlägt.
Morgen werde ich mir Seoul mal ein wenig anschauen, zum Hangang gehen oder mir den Namsan-Tower mal ansehen. Dafür muss ich mir aber erst eine T-Money-Karte kaufen, denn die brauche ich um U-Bahn zu fahren. Am Montag gehen dann die ersten Veranstaltungen los und ich hoffe, dass ich am Montag noch einen weiteren Kurs zu meinem Sprachkurs zubuchen kann (muss eigentlich, denn ich brauche 9 Creditpoints um hier studieren zu dürfen und mit dem Sprachkurs hab ich nur 6), aber ich denke es wird schon alles irgendwie gut gehen.

Willkommen am EWHA Campus

Am Donnerstag, sprich einen Tag nach meiner Anreise, fand morgens um 9 Uhr der Korean Language Test statt. Dieser besteht aus 90 Minuten schriftlichem Test und 15 Minuten Mündlichem. Aber....da ich natürlich überhaupt keine Ahnung von der koreanischen Sprache hab und gerade mal die einzelnen Buchstaben kann, war ich ziemlich schnell fertig. Die richtigen Beginner, wie ich, durften den schriftlichen Test beenden, ohne richtig anzufangen und konnten direkt zum mündlichen Test weitergehen. Auch der war bei mir nicht allzulang, die einzige Frage war: "lernen sie zum ersten Mal Koreanisch?".
Danach war Warten angesagt, aber da es vielen so erging wie mir haben wir uns zusammen getan und sind frühstücken gegangen. Da stellte ich zum ersten Mal fest, wie viele Deutsche hier sind. Unglaublich. Aber dennoch waren wir bunt gemischt, mit Deutschen (war ja klar^^), Amerikanern, Franzosen, Finnen, Schweden und Chinesen.

Kurze Zwischeninfo zum Frühstück: Am Campus ist frühstücken kein Problem, auch in den ersten Tagen nicht, in denen man noch nicht zum Einkaufen kam. Die EWHA besitzt ein paar Cafés und sogar eine Bäckerei auf dem Campus, so kann man sich problemlos morgens versorgen um nicht zu verhungern. Außerdem ist ein paar Schritte außerhalb des Main Gates (Haupteingangs) ein Dunkin Donuts und ein Starbucks. Etwas frühstückstaugliches für im Wohnheimzimmer zu finden stellt sich jedoch als ziemlich schwierig heraus, da hier alles sehr übersüßt ist. Es gibt also nur Muffins oder Milchbrötchen oder natürlich Reis :)


Nach dem Frühstück gingen alle Exchanges (Auslandsstudenten) zur Willkommenszeremonie und holten sich ihre Campus-Packs ab, wo der Studentenausweis und viele wichtige Infos drin sind. Auf der Zeremonie wurden wir alle willkommen geheißen und verschiedene Dinge wie das OGA, das PEACE Buddy System und mögliche Ausflüge und Aktivitäten vorgestellt. Die Veranstaltung dauert knapp zwei Stunden, aber mit kurzer Pause in der es kostenlos Kaffee und Kekse gibt. Die Kekse sind allerdings sehr sehr süß. Nach der Pause heißt es wieder in den Raum rein und alle wurden in Gruppen aufgeteilt. Die Gruppen waren nach Nationalitäten eingeteilt, was in unserer Gruppe alle sehr schade fanden, denn Deutsche finden sich eh immer und so hätte man gut andere Menschen kennenlernen können. Dennoch war die Campus-Tour wirklich schön gemacht, wir bekamen von 3 PEACE Buddys alles gezeigt und sogar auf Deutsch erklärt, obwohl alle 3 bis dahin nur ein Semester (ca. 6 Monate) Deutsch gelernt hatten.

Danach gingen ich mit einigen anderen Exchanges (Austauschstudenten) Abendessen. Für mich gab es zum ersten mal etwas richtig Koreanisches: Kimchi-Pork-Stew. Dabei handelt es sich um eine Suppe mit Kimchi (scharf eingelegter Kohl), ein bisschen Fleisch und Tofu. Dazu gibt es Reis, Kimchi, Würstchen oO und scharf eingelegte Paprika. Es war im ersten Moment ein ungewöhnlicher Geschmack, aber lecker. Das ganze mit den Stäbchen zu bewältigen stellte sich schwieriger raus als gedacht, da die koreanischen Stäbchen aus Metall und sehr dünn sind....gibt am Anfang ein paar Krämpfe in den Fingern. Aber zum Glück geht es mir damit nicht allein so ;)

 

Nachdem wir alle gut gestärkt waren, hieß es gleich in die Dorms und fertig machen für den Abend, denn da fand die Welcoming-Party statt. Jeder der mit wollte, musste sich im International Education Building (das höchste Gebäude am Campus) ein Ticket für 11,000 KRW kaufen und gruppenweise gingen dann meist 2 - 3 PEACE Buddies mit den Exchanges zur Partylokation. Dort angekommen gab es für jeden zwei Frei-Getränke, welche aber nur aus dem billigsten und schlechtesten Bier bestanden. Außerdem wurden Partyspiele gemacht, wie "wer trinkt das Bier am schnellsten aus?" oder "der beste Tänzer". Von einem anderen Austauschstudenten haben wir noch 2 lustige koreanische Trinkspiele gelernt, aber auch leider fast wieder vergessen, da es doch mit der Sprache ziemlich hapert ;)