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Sonntag, 22. September 2013

[Busan] Shopping und die verzweifelte Suche nach DEM Fisch

Unseren letzten Tag in Busan wollten wir natürlich mal, typisch Frau ;D, mit Shoppen verbringen. Ok, eigentlich wollten wir es uns nur nicht nehmen lassen und das größte Einkaufszentrum der ganzen Welt anzusehen.

Wir waren zwar von der Fressabteilung ziemlich angetan, aber vom Shopping-Erlebnis an sich sehr enttäuscht, denn es handelt sich vorwiegend um Luxus-Marken, die dort verkauft werden. Wir als arme Studentinnen konnten uns da natürlich nicht auslassen. Dennoch war es ganz interessant das Ganze mal gesehen zu haben und nun zu wissen, dass man für das größte Shopping-Center der ganzen Welt eher eine Eisbahn, einen Golfplatz und ein Dino-Kinder-Erlebnisland benötigt, als Shops in denen eingekauft werden kann.


Unseren Urlaub haben wir ausklingen lassen....wo? Natürlich am Strand. Der hatte es uns einfach angetan. Es war wunderbar ruhig und selbst als es dunkel wurde immernoch wunderschön. Umgeben von riesigen Hotelanlagen, was dem Anblick keinen Abbruch tat. An der Promenade waren ab 19 Uhr diverse junge Gruppen, sangen, spielten Musik und unterhielten die Menschen. Es war einfach ein toller und gelungener Abeschluss für einen tollen und gelungenen Urlaub. Und das mitten im Auslandssemester in Korea^^


Das einzige was gefehlt hat, was aber dem nicht auffindbaren Restaurant zu schulden ist, war Kugelfisch. Wir waren lange auf der Suche, doch trotz der Unterstützung von Google maps fanden wir das Restaurant einfach nicht. Mal sehen ob wir es nicht hier in Seoul endlich nachholen können :)

[Busan] einmal übers und ans Meer bitte

Der Freitag stand bei uns ganz im Zeichen des Meeres (mal wieder). Wir starteten in den Tag mit einer Bootsrundfahrt. Vorbei am Haeundae Strand (der uns natürlich bestens bekannt war), der "golden Gate Bridge" von Busan, 5 kleinen Inseln (die man nur bei gutem Wetter sehen kann) und natürlich übers Meer ;)


Die Ruhe auf dem Boot war unglaublich beruhigend und ist wirklich selten in Großstädten wie Seoul oder Busan. Eigentlich herrscht immer Hektitk und man kommt nur selten zur Ruhe. Allein aus diesem Grund kann ich nachvollziehen, warum die meisten Koreaner sagen, dass Busan die schönste Stadt Koreas ist....wegen dem Meer und der damit einhergehenden Ruhe.

Nachdem wir etwas gegessen hatten, fuhren wir mit dem Taxi zu dem in der Nähe gelegenen Haedong Yonggungsa Tempel, der auf/an einer Klippe liegt. Deswegen beschert dieser Tempel einen wunderbaren Ausblick, besonders durch die Mischung der bunten Farben und besonderen Bauweise der Gebäude und Weite des Meeres im Hintergrund.

Bei diesem Tempel wird man begrüßt mit dem Spruch "Mindestens einer deiner Wünsche wird hier durch deine tief empfundenen Gebete in Erfüllung gehen". Zudem muss man, bevor man zum Tempel gelangt, zunächst über eine Treppe mit 108 Stufen (es stimmt, wir haben gezählt :D), bei der jede Stufe für eine weltliche Begierde im Sinne des Buddhismus steht. Anstrengend ist es auf jeden Fall diese Treppe am Ende auch wieder hochzugehen.


Leider war dieser Tempel das reine Kontrastprogramm zu dem am Vortag. Es waren Menschenmassen anwesend, so dass man sich weder frei bewegen konnte, noch Fotos machen ohne Fremde im Bild. Da es sich auch um sehr sehr sehr viele Koreaner handelte, welche diesen Tempel besuchten und teilweise auch dort beteten, kam mir der Gedanke, dass dies aufgrund des letzten Tages von Chuseok war (das koreanische Thanksgiving) und dies zu einer der Traditionen gehört, welche an diesem Feiertag (der über 3 Tage geht) durchgeführt werden.


[Busan] Felsentempel und Friedhofsbesuch

Unser zweiter Tag startete mit dem Besuch des Felsentempels Seokbulsa, welcher ziemlich ruhig und versteckt mitten auf einem Berg hinter Busan liegt. Dank eines älteren Herren, haben wir es sogar sofort geschafft die richtige Strecke bergauf zu finden (das Schild steht auf der falschen Seite, um es von der Straße aus sehen zu können). Nach 1 1/2 Stunden Wanderung den Berg rauf, kamen wir endlich am Seokbulsa an. Die Aussicht war traumhaft. Wir konnten über ganz Busan bis auf das Meer schauen und genossen die Ruhe und Einsamkeit dort oben. Die Luft war endlich mal klar und nicht stickig, wie es in den Städten hier natürlich normal ist.



Der Tempel ist ein kleiner Geheimtipp, wie wir feststellen durften, denn außer uns war fast niemand dort. Bloß eine koreanische Familie und als wir gingen noch 2 weitere Touristinnen. Umso besser für uns, denn so lief uns endlich mal keiner ins Bild beim Fotografieren.





Nachdem wir uns dort alles in aller Seelenruhe angeschaut hatten und nach einer längeren Pause, in der wir die Aussicht genossen haben, ging es innerhalb einer Stunde den Berg wieder runter. Wir waren uns alle einig, dass sich der Aufstieg wirklich gelohnt hatte, allein um mal wieder die Seele baumeln lassen zu können.

Danach waren wir erstmal fix & fertig und ruhten uns im Hostel ein wenig aus, bevor es weiterging zum United Nations Memorial Cemetery. Dies ist der einzige UN-Friedhof weltweit und ist den im Korea-Krieg gefallenen Soldaten aller UN-Nationen gewidmet. Dabei handelt es sich um 40.896 Soldaten aus 16 Staaten. Neben den vielen Gräbern steht seit 2006 auch die Wall of Rememberance, auf der die Namen aller Gefallenen eingraviert sind. Neben der Tatsache, dass es sich bei dem Friedhof auch um eine wunderschöne Parkanlage handelt, macht es einen doch nachdenklich all die Denkmäler, Flaggen und Grabsteine der verschiedenen Nationen zu sehen und auch zu sehen, dass Deutschland (natürlich) nicht beteiligt und geholfen hat.



[Busan] Strand, Meer und Sonnenschein....und Fische

An unserem ersten Tag in Busan, wollten wir natürlich gleich ans Meer. Was gibt es Tolleres, als seinen Jahresurlaub am Strand zu verbringen? Richtig, nichts ;)


Wir fuhren also gleich mit der Metro los und knapp 30 Minuten später standen wir am Haeundae Beach. Ein Traumstrand, der aufgrund der Nebensaison fast leer war. Es waren 30°C, somit konnte es schonmal nicht am Wetter gelegen haben, dennoch war es (laut unserem Hostelbesitzer) für die Koreaner schon zu kalt zum schwimmen. Aus diesem Grund sah man fast ausschließlich Ausländer am Strand. Wenig los, gut für uns, also gleich die Handtücher hinschmeißen und ab ins Meer, das Salzwasser genießen.



Gleich am Strand, gab es auch einen kleinen Markt, auf dem man neben Fisch und Meeresfrüchten auch Möbel, Kleidung, Obst und vieles Andere kaufen konnte. Dazwischen tummelten sich kleine Restaurants, die den Fisch frisch zubereiten, den man sich aussucht, oder aber Straßenhändler, die für den kleinen Hunger zwischendurch da sind.


Nachdem wir uns alles angesehen hatten, ging es weiter ins Busan Aquarium. Mit 18,500 KRW zwar nicht ganz günstig, aber dennoch sehenswert. Besonders den Sonnenfisch am Ende, welcher erschreckend groß und unförmig ist, sollte man sich nicht entgehen lassen. Natürlich gibt es noch viele weitere Fische, Schildkröten, Seesterne, Korallen, Haie, etc. entdecken. Da es direkt am Strand steht, hatten wir auch keinen langen Fußweg, was uns einen sehr angenehm entspannten Tag bescherte.




[Busan] Anreise

Unsere Anreise war etwas chaotisch.

Die Bustickets hatten wir schon einen Tag vorher gekauft und auch die Fahrtzeit der Metro hatten wir extra getestet. Dennoch kam es wie es kommen musste. Als wir am Dienstag losfuhren, kamen die Bahnen nicht so schnell wie erwartet/erhofft und auch die Menschenmassen machten und die Fahrt zum International Bus ... Seoul nicht gerade leicht. Als wir endlich ankamen hatten wir unseren Bus um eine Minute verpasst.



Ganz verzweifelt (wir hatten das Hostel schließlich schon gebucht) eilten wir trotzdem in Richtung der Busse nach Busan. Dort trafen wir einen unheimlich netten und hilfsbereiten Koreaner, der es nach 10 Minuten schaffte, unsere Tickets gegen Tickets für spätere Busse umzutauschen....ohne Aufpreis. Unsere Dankbarkeit konnte man uns sicher an den Augen ansehen. Einziges Manko war, dass wir getrennt nach Busan fuhren. Ich fuhr schon um 14:15 Uhr, wohingegen die anderen Beiden erst um 14:35 Uhr mit dem Bus fuhren. Dennoch kamen mit ein wenig Zeitunterschied alle nach 6 Stunden Busfahrt endlich in Busan an. Und nachdem wir uns im Busbahnhof dann auch noch wiedergefunden hatten, konnten wir endlich Richtung Hostel fahren.

Da das Metro-Netz hier wesentlich übersichtlicher ist, als in Seoul, war es auch kein Problem gleich bis zur richtigen Haltestelle zu fahren. Dort ausgestiegen begann die Suche nach dem "Mr. Egg Hostel Nampo" (ja, das Hostel hat sogar ein Ei als Maskottchen). Nachdem wir 20 Minuten durch die Gegend geirrt waren, half uns der nächste nette Koreaner für diesen Tag. Endlich angekommen wurden wir von einem Netten Hostel-Mitarbeiter in Empfang genommen, bekamen unser Zimmer gezeigt und Badezimmer, sowie Küche und waren danach erstmal allein.



Das Hostel ist auf jeden Fall sehr zu empfehlen. Es ist sehr sauber, die Ausstattung ist super, Bettwäsche und Handtücher gibt es gratis, das Wifi ist gratis und der Mitarbeiter immer sehr hilfsbereit. Auch das Frühstück ist im Preis mit inbegriffen, das macht man sich zwar selbst, aber dennoch gibt es Kaffee, Tee, Saft, Toast, Marmelade und Eier kostenlos. Wollt ihr allerdings nicht so lang mit der Metro fahren bis zum Strand, dann sucht euch direkt das Mr. Egg Hostel in Haeundae raus.


Montag, 16. September 2013

bin dann mal im Süden


Morgen geht es für mich, zusammen mit zwei Freundinnen, bis Sonntag nach Busan. Wie ihr oben auf der Karte sieht, liegt Busan im Süden Koreas und dort gibt es wunderschöne Strände und viele Koreanerinnen haben erzählt, dass es die schönste Stadt hier sein soll. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt und bin froh meinen Bikini wider allen Bedenken mitgenommen zu haben.
Und falls ihr euch fragt, warum ich einfach mal eine Woche verreisen kann: Hier in Korea ist diese Woche Chuseok, das Koreanische Thanks Giving, und dieser Feiertag geht von Mittwoch bis Freitag. Somit habe ich ab morgen nach meinem Koreanisch Kurs für die Woche frei.

Jetzt heißt es für mich erstmal packen und für meinen Koreanisch Test morgen lernen. Wir hören uns also spätestens nächste Woche mit meinen Reiseberichten wieder :)