Gestern Abend schloss ich mich einer Gruppe an, die mit ihren PEACE Buddies an den Han-Fluss (koreanisch: Hangang) fahren wollten.
Spannend war die Busfahrt allemal, besonders weil es uns Exchanges so vorkam, als wüssten die Buddies selbst nicht so genau mit welchem Bus wir bis zu welcher Haltestelle fahren müssen. Außerdem war auch noch Berufsverkehr, weswegen wir auf der Brücke über den Fluss erstmal im Stau steckten.
Durch die aufgeladene Student-ID-Card oder die T-Money-Card ist Busfahren relativ einfach, sobald man den richtigen Bus gefunden hat. Beim Einsteigen hält man seine Karte einfach vor einen Scanner und beim Aussteigen tut man dasselbe, so erreichnet sich der Preis und es geht sehr schnell. Sehr schnell bedeutet auch, dass der Bus schon anfährt, obwohl noch die Tür offen ist, oder aber schon losfährt obwohl der letzten noch gar nicht richtig aus dem Bus gestiegen ist.
Dennoch haben wir es alle geschäft heil am Hangang anzukommen.
Im Wasser schwamm eine kleine Bühne, auf der bei unserer Ankunft eine Jazz-Band spielte. Wir machten es uns mit ein paar Decken auf der großen Wiese gemütlich und unterhielten uns. Währenddessen zogen die Buddies los um "Beer and Chicken" zu besorgen. Für 10,000 KRW pro Person bekam jedern ein Bier und Chicken. Chicken bedeutet in dem Fall fritierte Hühnerteile....und mit Hühnerteile meine ich bis auf den Kopf, die Füße und die Innnereien einfach alles. Da kommt es schonmal vor, dass man ein Stück erwischt, in dem sich viele kleine Knochen befinden. Zum Chicken gibt es eine süßliche Soße und Rettich.
Nach dem Essen, von dem ich zugegebenermaßen nicht viel gegessen hab, wurde ein Film gezeigt. Auf der kleinen Bühne wurde eine Leinwand hinuntergelassen und es lief "Das Beste kommt zum Schluss", auf englisch mit koreanischen Untertiteln. Also perfekt für uns. Ein Teil blieb auf den Decken sitzen und ein Teil, mich eingeschlossen, setzte sich auf die Stufen vor der Bühne und schaute den Film. Ich war begeistert, dass der Film einfach so, ohne Eintritt gezeigt wurde und jeder mit seiner Decke kommen und schauen konnte. Ich wünschte sowas gäbe es mal in Deutschland (aber da müsste man gleich wieder Eintritt zahlen).
Kurz vor dem Ende des Films verließen wir das Ufer des Hangang wieder um zur Uni zurück zu fahren. Diesmal ließen uns die Buddies aber allein Bus fahren. Sie setzten uns nur in den Richtigen und gingen dann selbst nach Hause. Und da wir natürlich kein Wort lesen oder verstehen konnten, hüpften wir eine Haltestelle zu früh aus dem Bus. Den Weg bis zur Uni zu finden war zum Glück kein Problem von dort aus, aber wir waren sicherlich noch 20 - 30 Minuten unterwegs.
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Freitag, 6. September 2013
Hangang am Abend
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Sonntag, 1. September 2013
Koreanisches Barbecue
Sonntags Abends habe ich zum ersten Mal am koreanischen Barbecue teilgenommen. Das ist hier in Korea sehr beliebt und findet, nicht wie man bei dem Wort BBQ erwartet, drinnen statt. Es handelt sich dabei um Tische, die ausgestattet sind mit jeweils einem Tischgrill und einer kleinen Dunstabzugshaube. Fleisch und Beilagen werden bestellt, aber selbst gegrillt. Wie immer gibt es dazu stilles Wasser, Kimchi und Reis gratis, aber auch Eier ähnlich wie Rührei nur in einer Schüssel zubereitet.
Koreanisches BBQ wird immer in Gesellschaft gegessen. Die Beilagen lassen sich nach Belieben variieren. Wir haben uns jedoch alle auf die eine PEACE Buddy verlassen, die mit uns essen war, da alles auf koreanisch ausgewiesen war und nur sie wusste was zu bestellen ist :D
Koreanisches BBQ wird immer in Gesellschaft gegessen. Die Beilagen lassen sich nach Belieben variieren. Wir haben uns jedoch alle auf die eine PEACE Buddy verlassen, die mit uns essen war, da alles auf koreanisch ausgewiesen war und nur sie wusste was zu bestellen ist :D
Das einzig Tückische am koreanischen BBQ sind die Stäbchen, aber die sind bei jeden Essen tückisch. Koreanische Stäbchen sind sehr sehr dünn und aus Metall, sie rutschen sehr schnell aus den Fingern oder verdrehen sich so, dass man nichts mehr richtig greifen kann. Zu meinem Nachteil war an dem Abend noch, dass ich mir kurz vorher die Hände eingecremet hatte und somit noch mehr probleme hatte die glatten Metallstäbchen festzuhalten ;)
Das koreanische BBQ ist auf jeden Fall sehr zu empfehlen. Die Marinade des Fleisches schmeckt unglaublich lecker und durch die Beilagen, zwischen denen fast jeder etwas finden wird, kann man sich sein Essen so kombinieren wie man möchte.
Das ganze (wir waren danach alle pappsatt) hat jeden von uns pro Person 4,500 KRW gekostet, was umgerechnet 3,01 Euro sind, also wirklich sehr günstig. Getränke bestellt man eher selten dazu, da das Wasser gratis ist, aber es ist auch kein Problem Cola oder Bier dazu zu holen.
Samstag, 31. August 2013
Willkommen am EWHA Campus
Am Donnerstag, sprich einen Tag nach meiner Anreise, fand morgens um 9 Uhr der Korean Language Test statt. Dieser besteht aus 90 Minuten schriftlichem Test und 15 Minuten Mündlichem. Aber....da ich natürlich überhaupt keine Ahnung von der koreanischen Sprache hab und gerade mal die einzelnen Buchstaben kann, war ich ziemlich schnell fertig. Die richtigen Beginner, wie ich, durften den schriftlichen Test beenden, ohne richtig anzufangen und konnten direkt zum mündlichen Test weitergehen. Auch der war bei mir nicht allzulang, die einzige Frage war: "lernen sie zum ersten Mal Koreanisch?".
Danach war Warten angesagt, aber da es vielen so erging wie mir haben wir uns zusammen getan und sind frühstücken gegangen. Da stellte ich zum ersten Mal fest, wie viele Deutsche hier sind. Unglaublich. Aber dennoch waren wir bunt gemischt, mit Deutschen (war ja klar^^), Amerikanern, Franzosen, Finnen, Schweden und Chinesen.
Kurze Zwischeninfo zum Frühstück: Am Campus ist frühstücken kein Problem, auch in den ersten Tagen nicht, in denen man noch nicht zum Einkaufen kam. Die EWHA besitzt ein paar Cafés und sogar eine Bäckerei auf dem Campus, so kann man sich problemlos morgens versorgen um nicht zu verhungern. Außerdem ist ein paar Schritte außerhalb des Main Gates (Haupteingangs) ein Dunkin Donuts und ein Starbucks. Etwas frühstückstaugliches für im Wohnheimzimmer zu finden stellt sich jedoch als ziemlich schwierig heraus, da hier alles sehr übersüßt ist. Es gibt also nur Muffins oder Milchbrötchen oder natürlich Reis :)
Nach dem Frühstück gingen alle Exchanges (Auslandsstudenten) zur Willkommenszeremonie und holten sich ihre Campus-Packs ab, wo der Studentenausweis und viele wichtige Infos drin sind. Auf der Zeremonie wurden wir alle willkommen geheißen und verschiedene Dinge wie das OGA, das PEACE Buddy System und mögliche Ausflüge und Aktivitäten vorgestellt. Die Veranstaltung dauert knapp zwei Stunden, aber mit kurzer Pause in der es kostenlos Kaffee und Kekse gibt. Die Kekse sind allerdings sehr sehr süß. Nach der Pause heißt es wieder in den Raum rein und alle wurden in Gruppen aufgeteilt. Die Gruppen waren nach Nationalitäten eingeteilt, was in unserer Gruppe alle sehr schade fanden, denn Deutsche finden sich eh immer und so hätte man gut andere Menschen kennenlernen können. Dennoch war die Campus-Tour wirklich schön gemacht, wir bekamen von 3 PEACE Buddys alles gezeigt und sogar auf Deutsch erklärt, obwohl alle 3 bis dahin nur ein Semester (ca. 6 Monate) Deutsch gelernt hatten.
Danach war Warten angesagt, aber da es vielen so erging wie mir haben wir uns zusammen getan und sind frühstücken gegangen. Da stellte ich zum ersten Mal fest, wie viele Deutsche hier sind. Unglaublich. Aber dennoch waren wir bunt gemischt, mit Deutschen (war ja klar^^), Amerikanern, Franzosen, Finnen, Schweden und Chinesen.
Kurze Zwischeninfo zum Frühstück: Am Campus ist frühstücken kein Problem, auch in den ersten Tagen nicht, in denen man noch nicht zum Einkaufen kam. Die EWHA besitzt ein paar Cafés und sogar eine Bäckerei auf dem Campus, so kann man sich problemlos morgens versorgen um nicht zu verhungern. Außerdem ist ein paar Schritte außerhalb des Main Gates (Haupteingangs) ein Dunkin Donuts und ein Starbucks. Etwas frühstückstaugliches für im Wohnheimzimmer zu finden stellt sich jedoch als ziemlich schwierig heraus, da hier alles sehr übersüßt ist. Es gibt also nur Muffins oder Milchbrötchen oder natürlich Reis :)
Nach dem Frühstück gingen alle Exchanges (Auslandsstudenten) zur Willkommenszeremonie und holten sich ihre Campus-Packs ab, wo der Studentenausweis und viele wichtige Infos drin sind. Auf der Zeremonie wurden wir alle willkommen geheißen und verschiedene Dinge wie das OGA, das PEACE Buddy System und mögliche Ausflüge und Aktivitäten vorgestellt. Die Veranstaltung dauert knapp zwei Stunden, aber mit kurzer Pause in der es kostenlos Kaffee und Kekse gibt. Die Kekse sind allerdings sehr sehr süß. Nach der Pause heißt es wieder in den Raum rein und alle wurden in Gruppen aufgeteilt. Die Gruppen waren nach Nationalitäten eingeteilt, was in unserer Gruppe alle sehr schade fanden, denn Deutsche finden sich eh immer und so hätte man gut andere Menschen kennenlernen können. Dennoch war die Campus-Tour wirklich schön gemacht, wir bekamen von 3 PEACE Buddys alles gezeigt und sogar auf Deutsch erklärt, obwohl alle 3 bis dahin nur ein Semester (ca. 6 Monate) Deutsch gelernt hatten.
Danach gingen ich mit einigen anderen Exchanges (Austauschstudenten) Abendessen. Für mich gab es zum ersten mal etwas richtig Koreanisches: Kimchi-Pork-Stew. Dabei handelt es sich um eine Suppe mit Kimchi (scharf eingelegter Kohl), ein bisschen Fleisch und Tofu. Dazu gibt es Reis, Kimchi, Würstchen oO und scharf eingelegte Paprika. Es war im ersten Moment ein ungewöhnlicher Geschmack, aber lecker. Das ganze mit den Stäbchen zu bewältigen stellte sich schwieriger raus als gedacht, da die koreanischen Stäbchen aus Metall und sehr dünn sind....gibt am Anfang ein paar Krämpfe in den Fingern. Aber zum Glück geht es mir damit nicht allein so ;)
Nachdem wir alle gut gestärkt waren, hieß es gleich in die Dorms und fertig machen für den Abend, denn da fand die Welcoming-Party statt. Jeder der mit wollte, musste sich im International Education Building (das höchste Gebäude am Campus) ein Ticket für 11,000 KRW kaufen und gruppenweise gingen dann meist 2 - 3 PEACE Buddies mit den Exchanges zur Partylokation. Dort angekommen gab es für jeden zwei Frei-Getränke, welche aber nur aus dem billigsten und schlechtesten Bier bestanden. Außerdem wurden Partyspiele gemacht, wie "wer trinkt das Bier am schnellsten aus?" oder "der beste Tänzer". Von einem anderen Austauschstudenten haben wir noch 2 lustige koreanische Trinkspiele gelernt, aber auch leider fast wieder vergessen, da es doch mit der Sprache ziemlich hapert ;)
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