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Sonntag, 6. Oktober 2013

Gyeongbokgung Runde 2



Auch im Gyongbokgung war ich mit meinem Bruder, obwohl ich den Palast ja schon kenne. Wir waren aber zusätzlich noch im National Folk Museum, welches direkt an das Palastgelände anschließt und mit der Eintrittskarte des Palastes kostenlos zugänglich ist.


Das Museum liegt gleich nebem dem Garten des Palastes und ist leicht zu erkennen, da die Dächer des Gebäudes blau sind. Ein Gebäude besteht aus einem asiatischen Turm, der schon von weitem durch die Farbe des Daches ins Auge sticht.


Im Museum sind verschiedene Ausstellungen zu finden, die zum einen das Alltagsleben Koreas zeigen und die Vergangenheit. D.h. alte Werkzeuge und Kleidung, das Entstehen und Lernen von Hangeoul und wie das Leben früher aussah.



In allen Ausstellungen ist es ziemlich dunkel, was das Fotografieren nicht gerade begünstigt. Zeitweise kommt man sich vor, als stünde man am Eingang einer Geisterbahn.

Samstag, 28. September 2013

Changdeokgung und Changgyeonggung

Am Donnerstag wollten wir uns den Changdeokgung Palast anschauen und den danran angrenzenden Secret Garden. Dass der Changgyeonggung Palast nahtlos daran angrenzt stellten wir erst am Ende fest. Somit sahen wir an einem Tag zwei Paläste und den Geheimen Garten.

Info zum Changdeokgung Palast (Quelle: Dumont Reisehandbuch Süd-Korea): Der Palast Blühender Tugend ist der einzige Palast der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Er bat 13 Königen einen Herrschersitz, die über 250 Jahre Korea regierten. Darunter unter anderem auch der letzte König Koreas "Kaiser Sunjong". Chandeokgung wurde zur Zeit der japanischen Besetzung vollständig zerstört, aber innerhalb kürzester Zeit wieder neu aufgebaut.

Info zum Changgyeonggung (Quelle s.o.): Der Palast des Blühenden Glückes war ursprünglich der Sommerpalast der koreanischen Könige. Er war zur Zeit der japanischen Besetzung jedoch ein Zoo.

Zusammen bilden Changdeokgung und Changyeonggung den östlichen Palast von Seoul.

Das Palast-Gelände ist ziemlich groß und man kann in jeder Ecke neue Dinge entdecken. Die Gebäude sind wie in den anderen Palästen auch, sehr farbenfroh gestaltet. Es gibt, soweit wir das gesehen haben, leider nur in einem Raum des gesamten Geländes Möbel. Viele der Gebäude waren schon an den Treppen für Besucher gesperrt.


Ganz wie der Papa, hab auch ich mich mal am Selbstauslöser versucht. Leider hab ich den Sonnenstand nicht ganz mitbedacht, aber Übung macht schließlich den Meister ;) Auf jeden Fall haben wir so unser Beweisfoto gemacht, dass wir tatsächlich beide dort waren. Das Foto entstand in einem sehr ruhigen Hinterhof, in dem zur Abwechslung mal keine Menschen durchs Bild liefen.

Im Secret Garden kann man sich einige Stunden aufhalten und richtig entspannen, wenn nicht gerade die Arbeiter das Laub wegpusten oder das Gras an der Seite der Wege mähen. Dort treffen sich viele ältere Koreaner um gemeinsam den Tag zu genießen und zu reden. Essen ist im gesamten Geheimen Garten verboten, auch wenn sich an einer Stelle sogar Snack-Automaten finden. 
Mittendrin befinden sich zwei Seen. In dem Größeren schwimmen Kois, die eine beachtliche Größe haben.

 
Hinter den beiden Seen steht ein Gewächshaus im viktorianischen Stil. Dieses ist öffentlich zugänglich und beherrbergt mittig einen Teich und außenrum eine Vielzahl von verschiedenen Pflanzen (wie es sich für ein Gewächshaus gehört ;) ). Durch den ungewöhnlichen Baustil fällt dieses Haus natürlich sehr auf in dem asiatischen Garten hinter den asiatischen Palästen. Dennoch ist es einen Besuch Wert, also lasst euch den Secret Garden auf keinen Fall entgehen!


Sonntag, 22. September 2013

Deoksogung Palast und [Hungry Bobs]

Sonntags vor meiner Abreise nach Busan, habe ich mit Lena und einer weiteren Freundin spontan den Deoksogung Palast besichtigt. Wie bei meinem letzten Palastbesuch, kamen wir wieder passend zur letzten Wachablösung an. Somit wurden wir von vielen Männern in bunten Uniformen begrüßt.

Beim Deoksogung handelt es sich jedoch, wie sich bei unserem Rundgang rausstellte, eher um einen Park, als um einen sehenswerten Palast. Wer also einfach mal die Seele baumeln lassen will und zwischen Bäumen und Gras und Blumen entspannen will, der ist hier genau richtig. Nur wenige U-Bahn-Stationen von der EWHA-Station entfernt bietet sich dieser Platz mit 1,000 KRW (ca. 70 cent) wirklich an. Natürlich stehen auch dort ein paar traditionelle asiatische Häuser, dennoch liegt der Fokus tatsächlich auf der Natur.



Wir hatten das Glück am Ende unseres Rundganges noch einem Freiluft-Konzert in einem der Höfe beiwohnen zu können. Die Musik war eine Mischung zwischen traditioneller asiatischer und sehr moderner Musik.

 
Danach haben wir noch einen kurzen Abstecher zum Cheonggyecheon-Fluss, der sich ganz in der Nähe befand.


Abends waren wir im "Hungry Bobs" essen. Dabei handelt es sich um ein japanisches Restaurant, direkt in der Nähe der EWHA (Main Gate). Dort gibt es unter anderem Reis mit Meeresfrüchten, der ziemlich scharf ist, Tonkatsu, und viele andere leckere Speisen. Bestellen könnt ihr ruhig nach den Bildern in der Karte, das Essen sieht nämlich ganz genauso aus, wenn es zum Tisch kommt.

Mit den von mir so verhassten Stäbchen zu essen klappt übrigens immer besser. Auch wenn ich anfangs immer Probleme hab, funktioniert es während des Essens dann doch ganz gut. Verhungern muss ich jedenfalls nicht und abnehmen werde ich auch nicht, denn es landet ausreichend Essen in meinem Mund ;9

Und zur Not hab ich ja auch noch die hier, die mir bei einem Schwächeanfall das Essen bis ins Dorm liefern ;)

Sonntag, 1. September 2013

Gyeongbokgung Palast

Am Sonntag bin ich mit zwei Freundinnnen zum Gyeongbokgung Palast gefahren um ein bisschen Sightseeing zu machen und den Tag sinnvoll zu nutzen.



Kurze Info zum Gyeongbokgung Palast (Quelle: Reise-Handbuch Südkorea vom Dumont Verlag): Fertig gestellt wurde der Palast 1395 durch König Taejo. Es handelt sich um den Palast der Strahlenden Glückseeligkeit und er ist der größte der Paläste in Seoul im Palastdistrikt. Sein Bau markiert die Hauptstadtwerdung Seouls. Der Berg im Hintergrund ist der Bukaksan. Bis zum Ende des 16. Jhd. war der Gyeongbokgung Palast die Residenz des Königs. 1592 brannte die gesamte Anlage durch die japanische Invasion vollständig ab und wurde 1895 neu aufgebaut. Ca. 15 Jahre später, zerstörte die japanische Besatzung den Palast erneut, lediglich 15 % der Gebäude blieben erhalten. Nach der Restaurierung im Jahr 2010 betritt man das Palastgelände wieder durch das alte Gwanghwamun (Tor der Verwandlung im Licht).
Als Touristenattraktion findet von Dienstag bis Sonntag stündlich von 10 bis 16 Uhr die Wachablösung der Soldaten in Uniformen aus der Joseon-Ära statt, allerdings nur bei gutem Wetter.




Aber jetzt genug Geschichte für heute, hier ein paar Bilder von unserem Besuch. Beeindruckend am Gyeongbokgung Palast ist vor allem, dass er die östliche Tradition mitten in einer modernen Stadt wiederspiegelt. Geht man durch Gwanghwamun fühlt man sich in einer ganz anderen Welt, wichtig ist nur, dass man über die Massen an Touristen hinwegsieht. Die laufen einem ständig ins Bild, wenn man gerade am fotografieren ist, so nervig.


Oben seht ihr einen Teil der Wachablösung. Wir kamen gerade zum richtigen Zeitpunkt, als die Männer anfingen. Die Choreographie ist wirklich gut einstudiert und die Show zieht Touristenmassen an. Wer also ein Ticket für in den Palast kaufen will, der sollte dies während solch einer Vorstellung tun, denn dann sind die Kassen fast vollkommen leer. Ist die Vorstellung zu Ende, füllen sich die Kassen wieder innerhalb von Sekunden. Die Wachablösung kann also auch ohne Eintrittsticket im ersten Hof vor dem Palast angeschaut werden.


Auf dem oberen Bild seht ihr den Berg Bukaksan. Durch diesen sieht der Tempel in diese Richtung sehr idyllisch und fernöstlich aus. Schaut man jedoch entgegengesetzt, so sieht man die westliche Moderne in ihrer vollen Blüte. Kräne, Neubauten, Hochhäuser, Hektik, Verkehr....


Alle Häuser und Durchgänge des Palastes sind natürlich voll von wunderschönen Verziehrungen. Alles ist farbenfroh und bis ins Detail passend. Natürlich musste ich auch ein Beweisfoto machen, dass ich wirklich dort war ;) Aber so macht man das halt als Tourist, nicht wahr?
Die Häuser waren sich alle sehr ähnlich und leider meist ohne Möbel, was wohl der Zerstörung zu schulden ist. Hinter den ganzen Höfen mit den Häusern liegt ein wunderschöner grüner Park, auch dort gibt es ein paar Dinge zu entdecken. Nicht zuletzt der Lärm der (viele sagen) Zikaden (aber nicht alle sind sich einig), auf jeden Fall sind die Geräusche sehr laut und durchdringend. Doch natürlich haben die einzelnen Könige, welche Gyeongbokgung nutzten auch den Park nicht unbebaut gelassen und so konnte man an einem kleinen Teich mit Blick auf ein kleins, aber feines Häuschen wunderbar entspannen bevor es zurück zur Uni ging.